
Die Geschichte der Klosterkirche der Franziskanerinnen Amstetten
Die Klosterkirche der Franziskanerinnen Amstetten blickt auf eine bewegte und eindrucksvolle Geschichte zurück. Ihren Ursprung hat sie im Jahr 1876, als die Schulschwestern von Judenau in Amstetten eine neue Niederlassung gründeten – bestehend aus einer Lehr- und Erziehungsanstalt für Mädchen sowie einem eigenen Kloster.
Entstehung der Klosterkirche
Anfangs feierten die Schwestern gemeinsam mit ihren Schülerinnen die Gottesdienste in der benachbarten Pfarrkirche St. Stephan. Doch schon bald reichte der Platz nicht mehr aus. Die Idee einer eigenen Klosterkirche entstand – eine Kirche, die dem heiligen Franziskus (1181/82–1226) geweiht sein sollte, dessen Regel den Alltag der Schwestern bis heute prägt.
Im Juni 1898 begann der Bau, der rasch voranschritt. Bereits am 14. Oktober 1899 konnte die Kirche feierlich eingeweiht werden.



Architektur & Ausstattung
Die Klosterkirche begeistert bis heute durch ihre klare Gestaltung im neuromanischen Stil.
Besondere Elemente ihrer Innenausstattung:
Viele bildliche Darstellungen in der Kirche zeigen Kinder – ein Hinweis darauf, dass sie ursprünglich als Gebets- und Gottesdienstraum für die Schulschwestern und ihre Schülerinnen gedacht war.
Erneuerungen und Renovierungen
Seit der Renovierung im Jahr 1985 prägen ein Volksaltar und ein Ambo aus Untersberger Marmor das Bild. Beide sind mit sich öffnenden Blütenkelchen verziert; der geschlossen gestaltete Volksaltar bildet heute das spirituelle Zentrum der Kirche.
Nach einem Brandanschlag im Advent 2012 wurde die Klosterkirche umfassend erneuert. Eine Glaswand trennt seither den Vorraum ab – darauf zu sehen: die Strophen des Sonnengesangs des heiligen Franziskus (Sonnengesang (Franz von Assisi) ). Mit der neu installierten Beleuchtung erstrahlt die Kirche seither regelmäßig in besonderem Glanz.


Bedeutung heute
Kirchenrechtlich gilt die Klosterkirche als „Hauskapelle“ und gehört zur Pfarre St. Stephan. Dadurch sind ihre Gottesdienste eng in die Pfarrplanung eingebunden. Gleichzeitig wird sie gerne für Taufen, Hochzeiten und Begräbnisse angefragt. Viele Besucherinnen und Besucher nutzen den ruhigen Vorraum zum stillen Verweilen und Beten.
Besuch der Klosterkirche
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